Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Religionsunterricht in den Klassen der Sekundarstufe, da zentrale ethische und religiöse Fragestellungen aufgegriffen werden. Themen wie Frieden, Gewalt, Verantwortung, Flucht, Menschenwürde, Angst und Hoffnung können anhand des Videos konkret und lebensnah bearbeitet werden. Das Medium ermöglicht einen aktuellen Gegenwartsbezug und spricht die Erfahrungswelt der Lernenden an, da viele Jugendliche über soziale Medien oder Nachrichten bereits mit dem Krieg konfrontiert sind. Lehrkräfte sollten vor der Verwendung sensibel prüfen, ob Lernende persönlich von Krieg oder Flucht betroffen sind. Methodisch bietet sich zunächst eine gemeinsame Sichtung einzelner Sequenzen an. Anschließend können Gesprächsphasen genutzt werden, um Gefühle, Fragen und Gedanken der Lernenden aufzugreifen. Besonders geeignet sind Gruppenarbeiten zu unterschiedlichen Perspektiven wie Bevölkerung, Politik, Flüchtlinge oder internationale Gemeinschaft. Ebenso können Friedensgebete, biblische Friedenstexte oder kirchliche Stellungnahmen zum Thema Krieg und Frieden ergänzend einbezogen werden. Das Medium fördert politische Urteilsbildung, Empathie und die Fähigkeit zur ethischen Reflexion. Zudem kann kritisch über Medienberichte, Informationsquellen und den Umgang mit Unsicherheiten in Krisenzeiten gesprochen werden. Die Lehrkraft sollte ausreichend Raum für Austausch und emotionale Entlastung schaffen.